Kiew hat neben 10 Verwaltungsbezirken (sogenannte Rayone) 5 Stadtteile:
Obere Stadt, Podil, Pecers'k, Chrescatyk und Pan'kivscyna.

Geschichte

Kiew wurde 559 erstmals schriftlich erwähnt und erlebte seine erste Blüte im 10. Jahrhundert als Kiew unter Vladimir I. ausgebaut wurde. Mit seiner Taufe wurde auch das Heidentum durch das Christentum verdrängt.
Im Jahre 1240 wurde Kiew durch die Mongolen zerstört. Von 1362 bis 1569 gehört Kiew zum Großfürstentum Litauen. Durch den Lubliner Unionsvertrag gehörte Kiew von 1569 bis 1654 Polen an.
Durch den Vertrag von Perejaslav erfolgte 1654 die Vereinigung mit Russland. Seit 1934 ist Kiew wieder die Hauptstadt der Ukraine.

Obere Stadt

Das alte Kiew - auch 'Mutter der russischen Städte' genannt.
Die Nord-Süd-Achse und zugleich die Hauptader bildet die verkehrsreiche Straße vul. Volodymyrs'ka.

Sie können diese über die Metro-Station 'Zoloti Vorota' erreichen. Folgende Sehenswürdigkeiten liegen direkt an ihr:
  • das Goldene Tor (altes Stadttor, direkt neben der Metro-Station)
  • die Sophien-Kathedrale
  • das Kloster St. Michael mit seinen goldenen Dächern (befindet sich am Ende des Volodymyrs'kij Prospekts)
  • das Historische Museum (am nördliche Ende der vul. Volodymyrs'ka)
Die Kirche St. Andreas befindet sich am nördlichen Ende der Oberen Stadt auf einem Hügel. An ihr vorbei führt die vul. Desjatinna. Der obere Teil der Straße ist kurvenreich und steil. Am 'Andreas-Hügel' wohnen und wirken vor allem Künstler, Schriftsteller und Handwerker. Der Weg ist mit alten Pflastersteinen überzogen und von alten Häusern mit Cafès, Galerien und Geschäften gesäumt.
Das Kloster St. Michael in Kiew
Fotoserie[15 Fotos]Der Andreas-Hügel in Kiew
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Podil

Podil ist mit der Oberen Stadt auch durch eine Standseilbahn verbunden, mit welcher Sie direkt das Kloster St. Michael erreichen.

Am Dnepr-Ufer gelegen, stellt Podil das Handelszentrum Kiews dar. Er ist der nördlichste Stadtteil. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es der einzige Stadtteil in dem Juden wohnen durften. Wenn Sie mit der Metro zur Station Kontraktova plosca fahren, befinden Sie sich bereits im Zentrum von Podil. Hier finden Sie in unmittelbarer Nähe:
  • den großen Kaufhof im klassizistischen Stil, 1809 errichtet
  • die Ende des 12. Jahrhunderts erbaute und Ende des 20. Jahrhunderts wiedererrichtete Maria-Entschlafens-Kirche
  • die 1695 erbaute Kirche St. Nikolaj
  • das Tschernobyl-Museum (in der provulok Choriva - auch: vulycja Choriva)
  • eine Museums-Apotheke mit historischer Einrichtung
Im Tschernobyl-Museum
Fotoserie[9 Fotos]Kiew Podil Impressionen
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Pecers'k

Das Monument 'Mutter Heimat' ist der Mittelpunkt der Gedenkstätte für den Vaterländischen Krieg 1941-45 und ist 68 m hoch und steht auf einem 40 m hohen Sockel.
(Die Freiheitsstatue in New York ist 35 m hoch und steht auf einem 65 m hohen Sockel)

Der östlichste Stadtteil und neben Podil und der oberen Stadt ist Pecers'k einer der ältesten Stadtbezirke Kiews und auf Grund der Hanglage entlang des Dnepr und der Nähe zum Chrescatyk heute eine beliebte Wohngegend.

In Pecers'k befindet sich auch das Höhlenkloster. Seinen Namen erhielt das Kloster durch den Priestermönch und Metropoliten Ilarion, welcher um das Jahr 1030 zum steilen Ufer des Dnepr gelangte und sich hier eine Höhle grub, um ungestört Meditieren und Beten zu können.

Es entstand Mitte des 11. Jahrhunderts. Nach dem zunächst Wirtschafts- und Wohngebäude errichtet wurden, begann man ab 1073 mit dem Bau der Maria-Entschlafens-Kathedrale, der Hauptkirche des Klosters. Sie wurde in nur 5 Jahren Bauzeit errichtet. 1240 wurde sie durch die Mongolen teilweise zerstört, 1470 wiederhergestellt, nach einem Brand 1718 barockisiert, 1941 durch eine Explosion zerstört und in den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wieder aufgebaut.

Im Komlpex des Höhlenklosters befindet sich auch eine Mikrominiaturenausstellung von Nikolaj Sjadristij. Hier sind etwa 20 winzige Gegenstände unter starken Lupen zu sehen. Weiters befindet sich auch ein Museuem der dekorativen ukrainischen Volkskunst hier. Es werden Stoffe, Stickereien, Teppiche, Volkstrachten und Malereien ausgestellt.

Das Höhlenkloster in Kiew
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Chrescatyk

Die Metro-Station Majdan Nezaleznosti ist der Treffpunkt für junge Leute und auch ein guter Orientierungspunkt für Fremde.

Der Chrescatyk war noch bis in das 18. Jahrhundert ein grünes Tal und beliebtes Jagdgebiet der Kiewer. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde aus dem einsamen Tal ein urbaner Stadtteil. Um 1880 waren die Häuser bereits dreistöckig und Geschäfte und Banken entstanden. Der Chrescatyk hatte sich von einem Pfad zur wichtigsten Straße Kiews entwickelt.

1891 fuhr hier die erste Pferdestraßenbahn, ein Jahr später bereits die erste Elektrische. 1934, nachdem die Straße eine Asphaltdecke bekommen hatte, lösten die Trolleybusse die Straßenbahn ab.

Heute bildet der Chrescatyk mit dem Majdan Nezaleznosti (Platz der Unabhängigkeit) im Mittelpunkt, das Zentrum des Kiewer Lebens. Eine wichtige Rolle spielen die Unterführungen, wo oft Straßenhändler vom Brieflos über Musik-Cassetten oder Theaterkarten bis hin zur einzelnen Zigarette Waren aller Art feil bieten. Straßenmusikanten verdienen hier ihr kärgliches Brot. Das Spektrum ist groß und reicht von einzelnen Frauen welche russische Lieder singen bis hin zu ganzen Bands mit Schlagzeug und Keyboard.

Auf dem Chrescatyk
Fotoserie[18 Fotos]Kiew Chrescatyk Impressionen
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Pan'kivscyna

Der südlichste Stadtteil. Hier befindet sich neben dem Opernhaus, der Universität und einer Reihe von Museen auch der Bahnhof (Metro-Station 'Voksal'na'). Wie überall in Osteuropa ist auch er sehenswert. Anders als in Westeuropa wird der Bahnhof nachts nicht geschlossen. Der Grund liegt darin, dass es in der Ukraine nicht ungewöhnlich ist, eine Nacht auf dem Bahnhof zu verbringen. Da man in der Regel weite Strecken fährt, oft die Anschlüsse nicht funktionieren oder für einen bestimmten Zug die Tickets ausverkauft sind, wurden auf allen größeren Bahnhöfen sogenannte 'kimnata materi ta dytyny' (Zimmer für Mutter und Kind) eingerichtet. Diese soziale Einrichtung steht heute, mehr als früher, jedem Reisenden als Service-Angebot zur Verfügung. Sie bietet für einige Stunden Ruhe, die Möglichkeit das Gepäck abzustellen und manchmal sogar zu duschen.
Die Oper in Kiew
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Am Bahnhof

Die Bahnsteige am Bahnhof in Kiew wirken eher schlicht und haben auch schon aufgrund der Modernisierung ein westliches Erscheinungsbild. Eine Überraschung ist jedoch die alte mit Fresken geschmückte Schalterhalle.

Verlassen Sie den Bahnhof über die regulären Ausgänge der Plattformen, erwartet Sie schon ein Spalier von Taxifahrern welche ihre Dienste unaufdringlich anbieten. Einige Meter weiter, am Straßenrand, warten meist Frauen welche ein Quartier anbieten. Angesichts der horenden Preise der etablierten Hotels, ist es durchaus eine Überlegung wert, in der Ukraine ein solches kostengünstiges Angebot anzunehmen.

In Kiew hatte ich ein Privatquartier bezogen. Zimmer, Küche, Bad, WC, Vorzimmer - für weniger als € 40.-. Die Wohnung hatte Hoflage und lag direkt im Zentrum.

Ein Bronzeguss in einer Metrostation in Kiew
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Gastronomie

Gastronomisch bietet Kiew nicht allzu viel Auswahl. Vor allem tagsüber, für den kleinen Hunger oder Durst zwischendurch findet sich nur wenig.

Neben den Fastfood-Lokalen welche oft mehr als nur Hotdogs anbieten, wie etwa Sandwiches, Salate, Kaffee und Kuchen, entstehen nur langsam Lokale welche am ehesten als 'Bistro' bezeichnet werden können. Sie bieten unterschiedlichstes Flair, sind nach westlichem Vorbild gestaltet und werden fast ausschließlich von jungen Menschen unter 30 Jahren besucht.

Ist man tagsüber noch billig über die Runden gekommen, so wird es abends wesentlich teurer. Ein Besuch in einem der wenigen aber liebevoll und schön gestalteten Restaurants kostet Sie pro Person etwa € 25.- bis € 30.-.

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