Geteilte Gewalt

Die Ukraine ist eine Präsidialdemokratie mit Gewaltenteilung. Sie wird nach wie vor - mit aus der Sowjetunion geerbten Strukturen - zentralistisch regiert.

Das Land ist in 24 Bezirke aufgeteilt, deren Gouverneure vom Präsidenten ernannt und entlassen werden. Die Städte Kiew und Sewastopol haben einen Sonderstatus.

Während die Westukraine, mit L'viv im Mittelpunkt, sich dem Westen zu öffnen versucht, so sucht der Osten und Süden der Ukraine weiterhin die Nähe zu Russland. Diese Zweiteilung der Ukraine ist ein Produkt ihrer Geschichte. Jahrhunderte lang war der Osten dem Russischen Reich angegliedert, während der Westen dem Königreich Polen und später den Habsburgern unterstellt war.

Besonders deutlich ist die Diskrepanz auf der Halbinsel Krim zu sehen. 1954, anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums des Vertrages von Perejaslav - der Wiedervereinigung der Ukraine mit Russland - wurde die Krim von Russland an die Ukraine abgetreten.

Obwohl die Ukraine im Jahre 1992 der Halbinsel weitgehende Autonomie zugestand, strebten viele der dort lebenden 1,6 Millionen Russen weiterhin den Anschluss an Russland an. Nach blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Russen und der ukrainischen Minderheit wurde zwischenzeitlich die Autonomie ausgesetzt.

Heute verfügt die Halbinsel Krim über eine ukrainisch konforme Verfassung, über einen Autonomiestatus, über ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Die heute auf die Halbinsel Krim zurückkehrenden Tartaren, welche nach 1944 von Stalin deportiert wurden, haben mit der Abwehrhaltung vieler Russen und Ukrainer zu kämpfen.

Politische Parteien

Die wichtigsten Parteien

Name Partei Politische Richtung Gründung
Volksbewegung Ruch Ruch demokratisch, national 1989
Grüne Partei PSU grün, ökologisch 1990
Sozialdemokratische Partei der Ukraine SDPU sozialdemokratisch 1990
Sozialistische Fortschrittspartei PSP kommunistisch 1991
Kommunistische Partei der Ukraine KPU kommunistisch, Nachfolgepartei aus Sowjet-Ära 1993
Agrarpartei APU kommunistisch, Bauernpartei 1993
Demokratische Volkspartei NDPU demokratisch, zentristisch 1998

Politische Persönlichkeiten

Staatsoberhäupter und Regierungschefs im 20. Jahrhundert

Erste Republik, 1918 - 21 in Kiev

Regierungszeit Name Funktion
1918 Mychailo Hruschewsky Vorsitzender des Zentralrates
1918 Pawlo Skoropadsky Hetman
1918 - 19 Wolodymyr Wynnytschenko Vorsitzender des Direktoriums
1919 - 21 Symon Petljura Vorsitzender des Direktoriums

Ukrainischer Staat: Westukraine, 1918-19 in L'viv (Lemberg)

Regierungszeit Name Funktion
1918 - 19 Jewgen Petruschewytsch Präsident des Nationalrates

Ukrainische Sowjetrepublik, 1918-22 in Charkov

Regierungszeit Name Funktion
1918 Juchim Medwedjew Vorsitzender des zentralen Exekutivkomitees
1918 Wolodymyr Satonsky Vorsitzender des zentralen Exekutivkomitees
1918 - 19 Andri Bubnow Vorsitzender des zentralen Exekutivkomitees
1919 - 38 Grigori Petrowski Vorsitzender des zentralen Exekutivkomitees

1922 - 91: Teilrepublik der Sowjetunion

Zweite Republik, seit 1991

Regierungszeit Name Funktion
1991 - 94 Leonid Krawtschuk Staatspräsident
seit 1994 Leonid Kutschma Staatspräsident

Wirtschaft

Neben der Landwirtschaft, sind der Kohlebergbau und die Hütten- und Stahlindustrie die wichtigsten Wirtschaftszweige. Von Bedeutung sind zudem Flugzeugbau und Raketentechnik. Die Ukraine verfügt über eine gut ausgebaute, aber erneuerungsbedürftige Infrastruktur für Gas, Strom, Verkehr und Luftfahrt.

Die Landreform mit der Auflösung der ineffizienten Großbetriebe, der Schaffung von ausserlandwirtschaftlichen Arbeitsplätzen in ländlichen Gebieten sowie der Schaffung eines freien Bodenmarktes wird genauso wie die Finanzreform, der Privatisierungsprozeß und die Maßnahmen zur Korruptionseindämmung eines der wichtigsten Themen der kommenden Jahre sein.

statistik
Samstag, 18. Juli 2020
Andreas Stein
Im Juni ist die Inflationsrate in der Ukraine auf den tiefsten Stand seit 2013 gefallen und lag bei 2,4 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 9,0 Prozent. Der Preisanstieg liegt damit bisher weit unter den von der Regierung und der Zentralbank für das Jahr 2020 prognostizierten Werten. Diese erwarten in ihren Ursprungsprognosen eine Teuerungsrate von fünf bis sechs Prozent. Die Regierung geht in einer überarbeiteten Prognose sogar von einer Inflation von 11,6 Prozent aus. tags: einkommen, inflation, prognose, renten, statistik, währung, ...
maschinenbau
Samstag, 18. Juli 2020
Ilona Stoyenko
Die Ukraine ist im Zentrum eines Industrieskandals. Wie Strana bereits schrieb, reagierte die Europäische Union ziemlich hart auf die Idee unserer Behörden, den heimischen Maschinenbau zu unterstützen. Im Regierungsprogramm gibt es Punkte über eine protektionistische Industriepolitik und kürzlich ist in der Rada ein Gesetzentwurf einer Gruppe von Abgeordneten aufgetaucht, der den Zugang zu staatlichen Ausschreibungen nur für Produkte mit einem hohen Anteil an lokaler Produktion vorschreibt (bis zu 60 Prozent). tags: europäische union, export, exportstruktur, import, maschinenbau, matti maasikas, subventionen, ...
ikea
Samstag, 4. Juli 2020
Roksoliana Stasenko
Die illegalen Abholzungen in den ukrainischen Karpaten hören nicht auf. Britische Forscher fanden heraus, nach welchen „Schemata“ ukrainische Wälder vernichtet werden. Das Wichtigste, was man aus der skandalösen Studie von Earthsight wissen sollte, die noch viel Aufruhr machen wird. tags: abholzung, europäische union, forstwirtschaft, holz, holzexport, holzwirtschaft, ikea, kahlschlag, karpaten, möbel, rumänien, vgsm, wald, ...
gastarbeiter
Dienstag, 26. Mai 2020
Agnes Poitschek
Der Export von Gastarbeitern ist der Hauptexportartikel der ukrainischen Wirtschaft. Nach Angaben der Nationalbank der Ukraine beliefen sich die Überweisungen von Ukrainern ins Ausland im Jahr 2019 auf 12,8 Milliarden Dollar. Das übersteigt das Nettoeinkommen des gesamten Exports der Ukraine. Immerhin wird der ukrainische Export im Jahr 2019 auf insgesamt 50 Milliarden Dollar geschätzt. Der durchschnittliche Nettogewinn aus dem Export kann ungefähr 20 Prozent erreichen. Daher verdiente das ukrainische Business 2019 im Export „netto“ rund zehn Milliarden Dollar. tags: arbeitsmarkt, arbeitsmigranten, coronavirus, coronavirus-quarantäne, doppelbesteuerung, europäische union, export, gastarbeiter, geldtransfer, italien, rentensystem, rücküberweisungen, schwarzarbeit, steuersystem, wiktor ...
energiewirtschaft
Mittwoch, 20. Mai 2020
Agnes Poitschek
Der Stromverbrauch ist deutlich gesunken. Ein Tarif von zwölf Hrywnja pro Kilowattstunde erwies sich für die Mehrheit der Unternehmen und privaten Verbraucher als unerschwinglich. Um die Stromkosten zu sparen, musste die Mittelschicht in der Ukraine auf Selbstversorgung umsteigen und aktiv Solarzellen auf den Dächern der Häuser sowie Datschen und sogar an den Fassaden von Hochhäusern installieren. Jede mögliche Alternative zur teuren „staatlichen“ Elektroenergie wird auch von den letzten Industrieunternehmen genutzt, die noch verzweifelt ums Überleben kämpfen. Und das trotz der neuen Steuer auf das Sparen, welche von der Regierung weitsichtig noch 2028 implementiert wurde. tags: atomkraftwerke, elektroenergie, energieeinsparung, energiewirtschaft, grüne energie, grüne tarife, strom, strommarkt, ...
energiewirtschaft
Dienstag, 5. Mai 2020
Andreas Stein
Die Energiewirtschaft der Ukraine durchlebt bei weitem nicht die besten Jahre. Heute sind allen die Probleme mit der Ausbalancierung des Energiesystems und den riesigen Schulden in der Industrie bekannt. Doch damit hört es nicht auf – bald erwartet uns noch eine ganz andere Krise. Die Lebensdauer der Atomkraftwerksblöcke neigt sich dem Ende entgegen. Bereits 2023 muss der erste Block vom Netz genommen werden und 2025 folgen weitere drei. Ihre Schließung wird teuer – für die Stilllegung eines jeden von ihnen müssen etwa 1,5 Milliarden Euro aufgewendet werden. Doch die finanziellen Ausgaben sind nur ein Teil des Problems. In den Atomkraftwerken wird mehr als die Hälfte der Elektroenergie des Landes erzeugt. Die Abschaltung von drei Blöcken bedeutet den Verlust von etwa 20 Prozent der Erzeugung. Und bis 2030 müssen weitere vier abgeschalten werden. tags: atomenergie, atomindustrie, chmelnyzkyj, elektroenergie, energiewirtschaft, energoatom, energodar, enerhoatom, ...
wizz air
Montag, 4. Mai 2020
Andreas Stein
Wie wird die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air aus der Krise gehen, warum erhöht sie ihre Präsenz in der Ukraine und wann plant sie ihre Flüge von ukrainischen Flughäfen wieder aufzunehmen? tags: billigflieger, coronavirus, coronavirus-quarantäne, covid-19, epidemien, flugverbindungen, flugverkehr, lwiw, sars-cov-2, wirtschaftskrise, wizz ...
coronavirus
Freitag, 1. Mai 2020
Ilona Stoyenko
Der Flughafen Borispol verliert monatlich Hunderte von Millionen. Was passiert mit dem einzigen in der Ukraine in Betrieb befindlichen Flughafen, wen nimmt er in Empfang, wie sehr sind die Gehälter der Mitarbeiter gesunken, wann wird der regelmäßige Flugverkehr wieder aufgenommen, und warum sollte man nicht auf billige Flugtickets warten? tags: coronavirus, coronavirus-quarantäne, flughafen borispol, flughafen boryspil, flughäfen, flugverbindungen, flugverkehr, pawel rjabikin, pawlo rjabikin, tourismus, turkish airlines, ukraine international airlines, ...
forbes
Sonntag, 12. April 2020
Andreas Stein
In der Milliardärsliste des amerikanischen Wirtschaftsmagazins Forbes finden sich 2020 nur noch sechs ukrainische Milliardäre. Das geschätzte Vermögen der verbliebenen Superreichen hat sich zusätzlich um fast 40 Prozent verringert. Vor allem die Unternehmen des weiterhin reichsten Ukrainers Rinat Achmetow wurden geringer bewertet. tags: eastone, forbes, gennadij bogoljubow, hennadij boholjubow, igor kolomojskij, ihor kolomojskyj, jurij kossjuk, konstantin shewago, kostjantyn schewaho, milliardär, mironowskij chleboprodukt, petro poroschenko, pjotr poroschenko, privatbank, privat holding, rinat achmetow, smart group, system capital management, wadim nowinskij, wadym nowynskyj, wiktor ...
staatsbankrott
Samstag, 11. April 2020
Agnes Poitschek
Für die Ukraine brechen nicht die besten Zeiten an. Lohnt es sich, wenn die Behörden jetzt den Zahlungsausfall verkünden? Die kurze Antwort: Nein. tags: bruttoinlandsprodukt, coronavirus, internationaler währungsfonds, iwf, krieg, russland, staatsanleihen, staatsbankrott, staatsschulden, usa, verteidigungsausgaben, weltbank, wirtschaftskrise, ...
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Tagesnachrichten

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wassyl rassewytsch
Samstag, 18. Juli 2020
Annegret Becker
Das ist keine Verfolgung des Anführers einer gesamtnationalen Opposition. Denn das ist Poroschenko nicht. Es ist der Kampf eines Menschen darum, unter politischem Deckmantel die Bestrafung für Taten zu vermeiden, die mit der Ausnutzung der höchsten Staatsposition in Verbindung stehen, zum Ausbau eines breiten Korruptionssystems im Land und zum Erlangen eigener materieller Vorteile. Mit solchen Aktionen und Performances schützt Poroschenko sich und sein Geschäft. Und selbst mit bloßem Auge ist zu sehen, dass es ihm nicht um die nationale Einheit geht. Und die These, dass man ihn nicht mehr kritisch erwähnen muss, da er nicht Präsident ist, ist gewöhnliche primitive Manipulation, darauf ausgerichtet den Mund zu verbieten. tags: amtsmissbrauch, andrej parubij, andrij parubij, donald tusk, euromaidan, europäische volkspartei, generalstaatsanwaltschaft, irina wenediktowa, iryna wenediktowa, jurij birjukow, justiz, justizsystem, korruption, opposition, petro ...
andreas umland
Mittwoch, 8. Juli 2020
Andreas Umland
Die weltweiten Rückwirkungen der Corona-Pandemie werden offenbar nicht nur ökonomischer Art sein, sondern auch eine sicherheitspolitische Dimension haben. Zu befürchten ist insbesondere, dass fragile Staaten, schwelende Konflikt und instabile Vereinbarungen wieder in Bewegung geraten und ohnehin angespannte Situationen neuerlich eskalieren. Die gilt etwa für Länder innerhalb geopolitischer Grauzonen, welche nur gering durch internationale Organisationen strukturiert sind. In Europa betrifft dies in erster Linie die Ukraine. tags: andreas umland, deutschland, erdgas, europäische union, gasprom, gastransit, gastransportsystem, nord stream, nord stream 2, ostseepipeline, russland, ...
swjatoslaw wakartschuk
Mittwoch, 8. Juli 2020
Agnes Poitschek
Die Entscheidung Swjatoslaw Wakartschuks, das Mandat als Abgeordneter aufzugeben, ist die einzige richtige in der gegenwärtigen Situation und ein logischer Schritt. Kurz und knapp gesagt. Weshalb und wofür er die Politik wieder verlässt – lesen Sie weiter. tags: batkiwschtschyna, diener des volkes, europäische solidarität, julia timoschenko, julija tymoschenko, parlament, partei golos, partei holos, petro poroschenko, pjotr poroschenko, sluga naroda, sluha narodu, swjatoslaw wakartschuk, werchowna rada, wladimir selenskij, wolodymyr ...
swjatoslaw wakartschuk
Mittwoch, 8. Juli 2020
Agnes Poitschek

Letzte Woche wurde Wakartschuk für kurze Zeit zum Internetstar. Seine Entscheidung, das Mandat als Abgeordneter zurückzugeben, löste einen Sturm unterschiedlicher Emotionen aus. Manch einer bezichtigte den Sänger enttäuscht der Feigheit, andere spotteten über seine Unentschlossenheit und wiederum andere versuchten sogar, ihn vor ungerechten Angriffen zu verteidigen. Die unterschiedlichen Einstellungen gegenüber seiner Person lösten unterschiedliche Reaktionen aus, doch all diese Resonanzen verband ein gemeinsames Schlüsselmerkmal – sie drehten sich alle um die eine Person.

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wassyl rassewytsch
Samstag, 4. Juli 2020
Andreas Stein
Es scheint so, dass man das niederschmetternde Märchen darüber, dass es dort, wo zwei Ukrainer sind, drei Hetmans gibt, vergessen muss. Und die Sache ist nicht die, dass es keine Interessenten für die Bulawa des Hetmans gibt. Die Rede geht davon, dass es keine Figuren gibt, die versuchen würden, die Gesellschaft um gemeinsame Ideen und ein klar bestimmtes Ziel zu einen. Die einen Konsens anstreben und nicht versuchen, über Spaltung und Konflikt an der Macht zu bleiben oder an die Macht zu gelangen. Alle Ehemaligen und diejenigen, die darauf Anspruch erheben, nicht auf das Niveau eines Hetmans, sind kleiner, Atamane und Atamanchen. Und vermehrt haben sie sich über die fehlende Zentralgewalt und die Schwäche der Regierungsinstitutionen. tags: antiterroroperation, atamanenherrschaft, bürgerkrieg, freiwilligenbataillone, hetmanat, hochzeit in malinowka, kleinrussland, petro poroschenko, pjotr poroschenko, rechtsstaat, russland, ukrainische rechte, wassyl ...
andreas umland
Montag, 22. Juni 2020
Andreas Umland
Entgegen auch im Westen populärer Kremlmythen gibt es keine tiefe Verwurzelung der Krim in der russischen Nationalgeschichte. Vor diesem Hintergrund werden die Russen immer weniger bereit sein, in einer Zeit, in der sie zunehmend unter den Auswirkungen der Coronakrise leiden, knappe finanzielle Ressourcen zur Subventionierung der entlegenen Halbinsel aufzuwenden. tags: andreas umland, coronavirus, covid-19-pandemie, deutschland, geschichte, krim, krimtataren, russland, wasser, ...
populismus
Samstag, 13. Juni 2020
Agnes Poitschek

Im Laufe der Menschheitsgeschichte gab es immer irrationale Kulte, einige verwandelten sich sogar in mächtige Religionen. Die Menschen wollen glauben und wer etwas anbietet, „an das man glauben kann“, befriedigt grundlegende Bedürfnisse. Unter anderem ist das keine üble Methode, sich für die Führung zu bereichern.

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pawel kasarin
Samstag, 13. Juni 2020
Yvonne Pörzgen
Bei einer Tragödie geht es immer um etwas Unausweichliches. Man kann sie nicht abwenden. Sie ist vorab entschieden und unumgänglich. Was man auch tut, der Ausgang ist unveränderlich. Das erbarmungslose Schicksal, das sich unaufhörlich auf die Helden stürzt und sie unter sich begräbt, ungeachtet ihrer Anstrengungen. Bei einem Drama geht es immer um eine Entscheidung. Im Unterschied zur Tragödie ist hier nichts vorab entschieden – das Finale wird durch Entscheidungen und Taten bestimmt, nicht vom Fatum. Der dramatische Held kämpft, weil er die Hoffnung hat, sich zu retten. In einer Tragödie rettet sich niemand. All das steht unmittelbar in Zusammenhang mit der ukrainischen Realität. Unter anderem deswegen, weil der sechste Präsident des Landes direkt von der Bühne in die Politik gekommen ist. tags: andrej bogdan, andrej jermak, andrij bohdan, andrij jermak, pawel kasarin, petro poroschenko, pjotr poroschenko, serhij zhadan, wiktor janukowitsch, wiktor ...
propaganda
Samstag, 6. Juni 2020
Yuliya Komarynets
Erinnern wir uns an die Vorbereitung Russlands auf den hybriden Krieg und an die anti-ukrainische Propaganda während des Krieges. Es scheint, als wären dafür fast die gesamten gigantischen Medienressourcen eingesetzt worden. Die Rollen waren vorab bereits klar verteilt, die Themenvorgaben bereits versandt, die wunden Punkte bereits markiert. Hauptbotschaften wurden die Behauptungen, dass die Ukraine ein „Nichtganzstaat“ und dass die „Unabhängige“ sich schon so lange Zeit abstrampelt und sich nicht selbst helfen kann. Dass Ukrainer und Russen Brüder wären – nur das die ersteren verrückt geworden sind und von den bösen Amerikanern aufgestachelt beschlossen, das wunderbare gemeinsame Haus namens UdSSR zu verlassen. tags: faschismus, fernsehen, geschichte, nationalismus, nationalsozialismus, petro poroschenko, pjotr poroschenko, prjamyj, propaganda, russische propaganda, russland, sowjetunion, stepan bandera, udssr, wiktor medwedtschuk, wladimir ...
michail dubinjanskij
Samstag, 30. Mai 2020
Andreas Stein
Während die ukrainische Öffentlichkeit damit fortsetzt eine erste Bilanz der Se-Präsidentschaft zu ziehen, liegt das wichtigste und logische Ergebnis auf der Hand. Die dominierende Tendenz unter Wladimir Alexandrowitsch wurde die Einschränkung der persönlichen Freiheit und die Ausdehnung des Staates, wie vorher unter Pjotr Alexejewitsch und davor unter Wiktor Fjodorowitsch. Denn die Kontinuität des Systems bedeutet mehr als die unversöhnliche persönliche Feindschaft. tags: coronavirus, coronavirus-quarantäne, leviathan, liberalismus, michail dubinjanskij, pandemie, petro poroschenko, pjotr poroschenko, staatswesen, wiktor janukowitsch, wiktor janukowytsch, wladimir selenskij, wolodymyr ...
coronavirus
Donnerstag, 28. Mai 2020
Yvonne Pörzgen
Das ganze Jahr über hat sich das Land nicht von der Logik der Präsidentschaftswahlen 2019 gelöst. Αn der Einteilung in Sieger und Verlierer hat die Niederlage im vergangenen Frühling nichts geändert. tags: coronavirus, coronavirus-quarantäne, europäische solidarität, michail dubinjanskij, partei golos, partei holos, petro poroschenko, pjotr poroschenko, präsidentschaftswahlen 2019, swjatoslaw wakartschuk, wladimir selenskij, wolodymyr ...
gastarbeiter
Dienstag, 26. Mai 2020
Agnes Poitschek
Der Export von Gastarbeitern ist der Hauptexportartikel der ukrainischen Wirtschaft. Nach Angaben der Nationalbank der Ukraine beliefen sich die Überweisungen von Ukrainern ins Ausland im Jahr 2019 auf 12,8 Milliarden Dollar. Das übersteigt das Nettoeinkommen des gesamten Exports der Ukraine. Immerhin wird der ukrainische Export im Jahr 2019 auf insgesamt 50 Milliarden Dollar geschätzt. Der durchschnittliche Nettogewinn aus dem Export kann ungefähr 20 Prozent erreichen. Daher verdiente das ukrainische Business 2019 im Export „netto“ rund zehn Milliarden Dollar. tags: arbeitsmarkt, arbeitsmigranten, coronavirus, coronavirus-quarantäne, doppelbesteuerung, europäische union, export, gastarbeiter, geldtransfer, italien, rentensystem, rücküberweisungen, schwarzarbeit, steuersystem, wiktor ...
News
Samstag, 29. Juni 2019
Putin deutet Freilassung ukrainischer Matrosen im Gegenzug für Eingeständnis Kiews bezüglich Zwischenfall im Asowschen Meer an
News
Donnerstag, 20. Juni 2019
Regierungschef: "Wir sind sehr unglücklich" – USA fordern von Russland Auslieferung der Verdächtigen
News
Mittwoch, 19. Juni 2019
Die Ermittler nennen drei Russen und einen Ukrainer als Verdächtige. Der Prozess soll im März 2020 beginnen
News
Dienstag, 18. Juni 2019
Der ukrainische Präsident ist auf Europa-Tournee. Von Frankreich und Deutschland will er Unterstützung für Donbass-Plan
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Montag, 17. Juni 2019
Wirtschaftssanktionen gegen Russland sollen einem Entwurf zufolge erneut verlängert werden
News
Freitag, 7. Juni 2019
Russland habe die Kontrolle über die Separatisten verloren, klagt der ukrainische Präsident
News
Mittwoch, 5. Juni 2019
Mindestens zwei Soldaten bei Kämpfen getötet – Selenskyj warnt vor Eskalation
News
Dienstag, 4. Juni 2019
Die erste Auslandsreise von Wolodymyr Selenskyj führt den ukrainischen Präsidenten nach Brüssel. Mit EU und Nato will er seine politische Strategie abstimmen, auch im Hinblick auf Krim und Donbass. Moskau schickte schon einmal eine deutliche Warnung gen Westen
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Freitag, 31. Mai 2019
Kreml bestätigt Plan für großes Treffen zur Lösung der Donbass-Krise im kommenden Juli nicht – "Voraussetzungen fehlen"
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Dienstag, 28. Mai 2019
Der neue Präsident Selenskyj machte die Entscheidung seines Vorgängers Poroschenko rückgängig
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Montag, 27. Mai 2019
Seegerichtshof Hamburg ist für Moskau kein Maßstab
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Samstag, 25. Mai 2019
24 ukrainische Seeleute sitzen seit Monaten in einem Moskauer Gefängnis. Im Streit zeichnet sich keine Entspannung ab
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